Robbenoordbosroute (geel)

Wandern Sie 5,5 km durch den ruhigen Robbenoordwald bei Wieringerwerf – entlang von Wasserläufen, kleinen Brücken und mit der Chance, Rehe im Wieringermeer zu entdecken.

Versteckt im Polder

Kaum jemand hat die ausgetretenen Pfade verlassen, doch an der nordöstlichen Spitze des Wieringermeers – direkt unterhalb des Afsluitdijk – liegt einer der unerwartetsten Wälder Nordhollands. Der Robbenoordbos ist eine ruhige, grüne Oase inmitten einer Polderlandschaft mit weiten Feldern und Himmel. Der gelbe Wanderweg führt 5,5 Kilometer tief in den Wald hinein, am Wasser entlang und über gewundene Schotterwege. Eine Route, die nur wenige kennen, die aber unvergesslich bleibt.

Schmale Pfade, weite Aussicht

Vom Ausgangspunkt am Sluitgatweg in Wieringerwerf gelangt man fast sofort in die Abgeschiedenheit des Waldes. Gelbe Pfeile weisen den Weg über schmale, unbefestigte Pfade an der Ostseite des Robbenoordbos. Buchen, Eichen, Birken und Pappeln bilden ein dichtes Blätterdach über einem – und wenn der Wind durch die Bäume rauscht, hört man in der Ferne das leise Summen der Windmühlen im Polder. Das mag beunruhigender klingen, als es ist: Nach wenigen Minuten nimmt man es kaum noch wahr.

Unterwegs kommen Sie mehrmals am Wasser vorbei. Sickerkanäle und Gräben durchziehen den Wald; manchmal überquert man sie über eine kleine Holzbrücke. Morgens liegt hier noch Nebel über dem Wasser, und man kann den Ruf eines Eisvogels hören. Im Herbst ist der Wald eine wahre Fundgrube: Dutzende Pilzarten stechen am Waldboden hervor, von leuchtend roten Fliegenpilzen bis hin zu namenlosen Weißkappenkröten. Während der Brutzeit (etwa von März bis Juli) können einige Wege zeitweise gesperrt sein, um den Vögeln Ruhe zu gönnen – informieren Sie sich vor Ihrer Abreise über die aktuelle Lage.

Mit etwas Glück begegnen Sie einem Reh. Rehe leben im Wald und halten sich regelmäßig an den Rändern der Dijkgatsweide auf. Die Chancen stehen am besten früh morgens oder spät nachmittags.

Höhepunkte entlang des Weges

  1. Schmale Waldwege am Wasser – das Herzstück der Route: unbefestigte Pfade schlängeln sich entlang von Sickerkanälen und Gräben, über kleine Holzbrücken, von denen aus man das Wasser aus nächster Nähe bewundern kann. Ruhiger geht es im nördlichsten Teil Nordhollands nicht.
  2. Eisvögel und Waldvögel – Der Robbenoord Forest liegt an der Zugroute bestimmter Vogelarten. Eisvögel sind hier häufig am Wasser zu hören und zu sehen. Fernglas nicht vergessen!
  3. Pilze im Herbst – Wer im September, Oktober oder November durch den Wald wandert, findet eine reiche Vielfalt an Pilzen am Waldboden. Der Herbst ist die perfekte Zeit für einen Besuch dieses Waldes.

Ein Wald, der dort nicht hätte sein sollen.

Das Wieringermeer wurde 1930 trockengelegt. Die nordöstliche Ecke erwies sich jedoch als wenig landwirtschaftlich nutzbar: Der Untergrund war zu karg. Man riet damals, das Gebiet aufzuforsten. So entstand der Robbenoordbos, dessen erste Anpflanzungen zwischen 1934 und 1941 erfolgten. Im April 1945 fluteten die Deutschen den Polder – der junge Wald überlebte nur knapp. Nach dem Krieg wurde er wieder aufgeforstet. Heute bewirtschaftet die Staatsbosbeheer dieses abwechslungsreiche Waldgebiet von rund 750 Hektar, das Lebensraum für Rehe, Marder, Pilze und Dutzende von Vogelarten bietet.

Routes in de buurt