Den Helder Atlantik wall 50 oostzijde Den Helder

Entdecken Sie das Erbe des Atlantikwalls in den Niederlanden

Wikimedia Commons door Akoning1

Vor kurzem wurden neue Wander- und Radwege entlang des Atlantikwalls in den Niederlanden eröffnet. Mit dieser bleibenden Erinnerung an den Kampf um die Freiheit schließt „Liberation Route Europe“ das Jubiläumsjahr ab, in dem das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren und dessen Feierlichkeiten im großen Stil im Mittelpunkt standen. Es ist das erste Mal, dass die Geschichte des Atlantikwalls in den Niederlanden auf diese aktive Weise als zusammenhängendes Ganzes entdeckt werden kann.

Befreiungsroute Europa

Das Fort Kijkduin mit dem Atlantikwall-Zentrum in Den Helder, einer der besonderen Stätten des Atlantikwall-Erbes in den Niederlanden, war der Ort, an dem die Atlantikwall Wander- und Radrouten in den Niederlanden vorgestellt wurden. Der Atlantikwall war während des Zweiten Weltkriegs eine große Verteidigungslinie, die von den deutschen Besatzern von Norwegen bis nach Spanien errichtet wurde, um die Alliierten abzuschrecken, damit sie es nicht wagten, eine Invasion zu starten.

Heute ist er eine Erinnerung an den Kampf um die Freiheit. „Er ist das greifbarste Überbleibsel der Besatzungsjahre und muss für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Nicht aus Bewunderung, sondern um zu zeigen, dass wir so etwas nie wieder wollen. Das erreicht man, indem man sorgfältig damit umgeht und es im Zusammenhang in den Fokus rückt“, so Edwin Raap vom Reichsdienst für Kulturerbe bei der Vorstellung der Wander- und Radwege „Atlantikwall Niederlande“.

Die LRE Foundation ist Initiatorin der Routen, die von Zeeland bis einschließlich Groningen verdeutlichen, welche Opfer im Vorfeld der Befreiung und der wiedergewonnenen Freiheit gebracht wurden. Es ist das erste Mal, dass die Geschichte des Atlantikwalls in den Niederlanden auf diese aktive Weise im Zusammenhang entdeckt werden kann. Zahlreiche Ereignisse erzählen unterwegs die bewegte und facettenreiche Geschichte des Atlantikwalls in den Niederlanden.

Mit der Einführung ist der Atlantikwall in den Niederlanden nun offiziell Teil der Liberation Route Europe, die vom Europarat als Kulturroute anerkannt ist. Mehr als 10.000 Kilometer Wander- und Radwege führen vorbei an Museen, Denkmälern, Gedenkstätten und anderen Orten in ganz Europa, die an die letzte Phase des Zweiten Weltkriegs erinnern.

650 Kilometer: 5 Fernwander- und Radwege, 100 Geschichten und 5 Rundwander- und Radrouten

In den Niederlanden umfasst das Projekt insgesamt gut 650 Kilometer mit über hundert Geschichten auf Niederländisch, Englisch und Deutsch, verteilt auf fünf Fernwander- und Radwege. Von Zeeland (105 km) über Süd- und Nordholland (150 bzw. 180 km) bis nach Friesland (100 km) und Groningen (105 km).

An die durchgehende Route schließen sich an drei Stellen Rundwander- und Radrundwege an: eine „Radrundtour Vlissingen“ (45 km), eine „Rundtour IJmuiden“ (ca. 20 km; zu Fuß und mit dem Fahrrad) und eine „Rundtour Den Helder“ (7 km zu Fuß und 12 km mit dem Fahrrad). Die gesamte „Atlantikwall Nederland“-Sammlung umfasst vierzehn Routen. Eine besondere Ergänzung dazu bilden die Wattenmeerinseln mit ihrem eigenen, einzigartigen Angebot. Die Routen und Schauplätze der Geschichten werden im Rahmen einer internationalen Kampagne bekannt gemacht und sind, wo möglich, vor Ort durch QR-Codes und Gedenkstätten, die Vectors of Memory, sichtbar.

Verschiedene Perspektiven und Themen kommen zur Sprache

Alle Routen sind so weit wie möglich auf die Knotenpunkte des Wander- und Radwegenetzes in den Niederlanden abgestimmt, wobei die schöne Umgebung oft in krassem Kontrast zu den ergreifenden Geschichten steht, die den Wanderer und Radfahrer für den Wert unseres Lebens in Freiheit sensibilisieren.

Die militärische Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und unter verschiedenen Themen beleuchtet. Aber auch die Folgen des Baus des Atlantikwalls für die Zivilbevölkerung, die Zusammenarbeit mit den Besatzern, der Widerstand gegen die Besatzer, Zwangsarbeit, Terror, Bombardierungen, neue Funktionen des Kulturerbes und dessen Einbindung in die Natur.

Vollständig digital zugänglich

Die Routen, Bunker, Museen, „Drachenzähne“, Panzergräben, Gedenkstätten und Geschichten sind als Routensammlung auf dem Online-Portal www.liberationroute.com zu finden, komplett mit dynamischer Karte, Web-App und Routenplaner, der dazu einlädt, die Regionen selbst zu erkunden. Es gibt keine physische Beschilderung. Die Wander- und Radwege des „Atlantikwall Nederland“ leisten somit einen nachhaltigen und dauerhaften Beitrag zum Gedenkstättentourismus in den Küstenprovinzen und auf den Watteninseln.

Regionale Zusammenarbeit

Die Routensammlung „Atlantikwall Niederlande“ entstand in Zusammenarbeit mit Historikern, historischen Vereinen, Bunker-Museen sowie Routenplanern und politischen Entscheidungsträgern in den verschiedenen Regionen. Das Projekt wurde unter anderem durch den Vfonds ermöglicht, einen Fonds, der jährlich Hunderte von Projekten unterstützt, die zu Frieden, Freiheit und Demokratie beitragen.

Quelle: Liberation Route Europa

Routen rund um Den Helder, Zandvoort und IJmuiden

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Atlantikwall-Routen in Nordholland

An die Hauptroute schließen sich an verschiedenen Stellen Wander- und Radrundwege an: eine „Runde um IJmuiden“ (ca. 20 km; zu Fuß und mit dem Fahrrad) und eine „Runde um Den Helder“ (7 km zu Fuß und 12 km mit dem Fahrrad). Auch in anderen Orten an der nordholländischen Küste, wie Zandvoort und Den Helder, gibt es Routen entlang von Bunkern. Die gesamte „Atlantikwall Nederland“-Sammlung umfasst vierzehn Routen. Eine besondere Ergänzung dazu bilden die Watteninseln mit ihrem eigenen, einzigartigen Angebot.